Corona – Eine digitale Revolution?

März 24, 2020

Das Coronavirus zwingt uns zu Hause zu bleiben. Und online zu sein. Sei es fürs Home-Office, sei es für soziale Kontakte, oder natürlich zur eigenen Unterhaltung. Wie genau verändert sich unser Nutzerverhalten durch die Quarantäne und was für Auswirkungen hat das durchgehende Online-Sein außer, dass die EU Netflix & Co bittet die Bitrate zu senken, damit unser Internet nicht implodiert?

Das exzessive Online Sein wirkt sich neben der Geschwindigkeit des Internets auch auf das eigene Verhalten aus. Das Coronavirus hat es geschafft die Digitalisierung per Kanonenschuss Jahre in die Zukunft zu befördern: Home-Office ist plötzlich möglich und Bedenkenträger sind (zumindest vorübergehend) mundtot gemacht, im Bezug auf Didaktik wird hierzulande erstmals ernsthaft auf Tools wie Google Classroom zurückgegriffen, und es scheint alles so langsam funktionstauglich zu werden.
Es entsteht außerdem im Moment ein neues soziales Leben, ein neues sozial-virtuelles Leben. Das Internet bietet uns die Möglichkeit die Quarantäne-Situation mit einer gewissen Gelassenheit zu betrachten. Wir können zu Hause bleiben und müssen dennoch nicht auf jegliche soziale Interaktion verzichten, weil wir die Möglichkeit haben uns psychisch übers Internet nahe zu sein, ohne dass wir physisch beisammen sind. Auch Menschen, die nie internetaffin waren und die verschiedenen Arten der Online-Kommunikation höchstens als Optional am Rande ihres Horizonts wahrgenommen haben, interessieren sich plötzlich dafür. So auch meine Mutter, die plötzlich Kaffeekränzchen über Skype veranstaltet und sich diese Tage sogar darauf eingelassen hat Facebook zu downloaden.

Bild: Die Corona Economy

Der Begriff Corona economy meint Unternehmen und Händler, die vom Coronavirus profitieren. Mit dabei sind neben den Herstellern von Desinfektionsmittel und Schutzmasken auch diejenigen, die einfache Produkte für zu Hause herstellen und diese – welch Überraschung – online verkaufen. So erfahren etwa Hersteller von Lebensmittel, Körperpflegeprodukten und Streamingdienste wie Netflix einen Zuwachs. Das macht sich im Aktienkurs der jeweiligen Unternehmen bemerkbar – so konnte die Netflix Aktie bis dato einen Zuwachs von rund 5 % verzeichnen.
Selbiges gilt auch für Online-Shops. Vor allem für diejenigen, die Produkte, die jeder tagtäglich im Haushalt braucht, online zum Kauf anbieten. Die Erklärung dahinter ist einfach: Die Leute wollen so wenig wie möglich aus dem Haus gehen und kaufen, nach Möglichkeit, online.

Coronavirus bringt E-Commerce zum Fliegen. Online verkaufte Konsumgüter stiegen um 81%, rund 30 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.

Was tun?

Rüsten Sie sich. Nutzen Sie die Zeit, die die Quarantäne Sie von Ihrer eigentlichen Arbeit abhält, um herauszufinden, wie Sie sich online am besten aufstellen könnten, damit auch Sie, sollte in Zukunft – was wir nicht hoffen – noch einmal eine solch extreme Situation eintreten, weiterhin Umsätze schreiben können. In dieser Krise lässt sich wünschen, dass auch die letzten Anti-Digitalisierungs-Kaufmänner verstanden haben, dass die digitale Welt eine reale ist und wie wichtig es ist, sich online gut aufzustellen. Nutzen Sie dazu auch die Ihnen verfügbaren Werbematerialien. Es wird eine Zeit kommen, in der Corona Geschichte ist und um für diese Zeit gerüstet zu sein, ist es umso wichtiger jetzt die Zähne zu zeigen und Stärke zu vermitteln. Da die meisten Betriebe genau das nicht tun, können Sie sich durch solche Maßnahmen eventuell einen Marktvorteil verschaffen.

Fakt ist: Jeder Betrieb hat Potenzial auf Digitalisierung und kann diese Zeit sinnvoll nutzen. Wenn Sie nicht genau wissen, wo das digitale Potenzial Ihres Betriebes liegt, dann kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne! – in dieser Zeit ausschließlich per Telefon oder Mail 😉